Freitag, 6. Februar 2015

Die "Hiring-Challenge" ist im Gange!

Virales Marketing in eigener Sache – Kann das funktionieren?


Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Lösungen.“

Stimmt. Aber nur bedingt. 

Erstens ist meine Situation nicht extrem außergewöhnlich: Ich suche einen Job - schon seit einigen Monaten und bin damit nicht allein, denn so geht es hierzulande vielen Menschen.

Zweitens ist der Lösungsansatz für mich ebenfalls nicht außergewöhnlich. Denn ich tue, was ich am besten kann: Ich nutze meine Kreativität und mein PR & Marketing Know-how in eigener Sache.

So entstand die Idee der „Hiring-Challenge“. Ich nominiere drei Personen (via Facebook) und fordere sie auf, eine Empfehlung für mich abzugeben. Und zwar ganz einfach, indem Sie mein Nominierungsposting mit meinem beigefügten Lebenslauf teilen.

So weit so gut. Der Startschuss fiel gestern (Feb 5, 2015). Die ersten Nominierten haben meine Herausforderung angenommen, den Beitrag geteilt, kurzen Text dazu gepostet – gut – fertig – Ende.

ABER: Wenn das schon alles wäre, müsste ich mich als Profi selbst ernsthaft in Frage stellen. Denn gelungenes virales Marketing sieht anders aus!

Und deshalb läuft die Hiring-Challenge folgendermaßen:

Die 3 Nominierten müssen innerhalb von 3 Tagen wiederum 3 Personen aus ihrem Netzwerk nominieren, die ihrerseits ebenfalls eine Empfehlung abgeben. Und das obwohl sie mich nicht kennen.
Tun sie dies nicht, freue ich mich auf einen Kommentar auf meinem Blog.
Wie das läuft und was es bringt?


Wir werden sehen!

Montag, 1. September 2014

Über das JAMMERN (auf hohem Niveau)


Gedanken über positives Denken





Man nehme hin, was man nicht ändern kann,
man habe den Mut, das zu ändern, was man ändern kann
und man habe die Klugheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ (Augustinus)

Gut, das Wetter kann ich nicht ändern und habe demnach schlicht die Tatsache hinzunehmen, dass es seit drei (!!!) Tagen fast ohne Unterlass regnet. Klingt vernünftig und vor allem logisch. Daran kann ich nun wirklich nichts, aber auch gar nichts ändern.

Außer vielleicht meiner Einstellung. Denn immerhin sitze ich in meiner Wohnung, habe es mehr oder weniger warm und kuschelig (ein Dach über dem Kopf!), während es draußen schüttet. Sollte mir kalt werden, kann ich die Heizung aufdrehen oder ein Bad nehmen.

Fazit: Andere haben dieses Glück nicht, sie haben kein Dach über dem Kopf, und wünschen sich sehnlichst das zu tun, was ich kaum noch aushalte, nämlich auf meinem Sofa zu liegen und gegen die depressive Verstimmung anzukämpfen. Letzteres ist – wie ich nun demütig einsehe - (m)ein Luxus-Problem, denn diese Menschen würden es lieben, sich auf meinem Sofa in eine Decke kuscheln zu dürfen. Dass ich mich über das Wetter beklage, ist also nun wirklich Jammern auf hohem Niveau!

Aber Moment – das ist bei mir aktuell noch nicht alles!
Ich habe seit zweieinhalb Monaten keinen Job - und das deprimiert mich wirklich.

Auch wenn ich froh bin, in den „alten“ Job nicht mehr Tag für Tag gehen zu müssen.
Auch wenn ich mir keine Sorgen machen muss, dass ich meine Miete nicht zahlen und meine Wohung verlieren könnte.
Nein, diese Sorgen „muss“ ich mir nicht machen. Und dennoch: Immer wieder überkommt mich Panik. Die Frage „WANN und WIE geht es weiter?“ quält mich. Lähmt mich. Manchmal. Meistens.

Dann rapple ich mich (stunden- oder tageweise) wieder auf. Denke daran, dass es wahrlich schlimmer sein könnte. Aber auch das ist leider nicht von langer Dauer. Weil mir schlicht das Talent zum positiven Denken fehlt. Oder jedenfalls eine stabile Einstellung und Stimmungslage.
Ich bin zu wankelmütig, zu müde und es fehlt mir die Gabe, in meiner aktuellen Lage die so gern zitierte CHANCE zu sehen.

Wieso eigentlich?

Weil ich genug habe. Müde bin vom „Aufstehen, Krönchen richten und Weitergehen“? Ich keine Hürden mehr nehmen will? Hürden, die ich mir nicht selbst auferlegt habe. Und deshalb darin keine Chance sehen kann. Ist es das? Vermutlich.

Bin ich wütend? - Ja.
Bin ich frustriert? - Ja.

Und was bringt mir das?
Nichts. Es macht mich nicht stärker und meine Lage nicht besser. Auch das sehe ich nun ein.

Aber ein bisserl Jammern...? Darf ich? Soll ich? Mag ich? - JA!

Bleibt die Frage: Wozu? Was bringt mir das?

Ich denke weiter darüber nach...

Montag, 11. August 2014

Über das SCHREIBEN

(CC) Thomas Fietzek, BY-SA 3.0

Gedanken über einen Lebenstraum


„Ich habe meinen ersten Blog-Artikel geschrieben“, erzähle ich meiner Mutter. Sie will gar nicht wissen worüber, sondern kontert „Du solltest ein Buch schreiben. Ich sag dir das schon lange!“

Ja, sicher. Ich könnte, ich sollte, ich hätte sogar Zeit! Ein Buch, das ist mein Lebenstraum. Schon als Teenager habe ich das gewusst und beschlossen eines Tages ein Buch zu schreiben. Genau wie meine beste Freundin. Sie würde es tun, ich würde es tun. Schreiben. Wir beide, immer im Einklang, synchron, symbiotisch, unzertrennlich.

Anna hat letztes Jahr ihr zweites Buch herausgebracht. Ich habe es soeben dem Internet entnommen. Und sollte Anna auf diese Zeilen stoßen, dann wird sie sich sofort selbst enttarnen und mich gleich mit, obwohl es bei mir nichts zu enttarnen gibt, weil ich hier ja nicht unter Pseudonym schreibe. Anna auch nicht.

Anna wird sich erinnern. Genau wie ich. Wir beide, Teenager-Freundinnen, die ihre Pubertät auf Papier verarbeiten, ihre Texte aufgeregt der anderen vorlegen, nervös, wie die Bewertung ausfallen würde, selbstredend höchst kritisch und dem immer gleichen Ergebnis: großartig!

Nein, ich mache mich darüber nicht lustig. Mitnichten. Mir ist nicht nach Lachen, Ironie oder danach, mich frustriert und traurig an die Freundin zu erinnern, zu der kein Kontakt mehr besteht.
Ich habe einen ihrer Kurztexte gelesen, war auf der Homepage des Verlages, der ihre beiden Bücher veröffentlicht hat, und nun sitze ich also vor meinem Laptop und schreibe. Interessant. Ich schreibe. Über mein Nicht-Schreiben, ihr Doch-Schreiben und während ich das tue geht mir schon wieder die Luft aus. Was soll das alles?

Im Übrigen habe ich sehr wohl geschrieben. Zahlreiche Pressetexte. Mein Verlangen zu schreiben, hat mich vor über zehn Jahren dazu gebracht, beruflich einen neuen Weg einzuschlagen. Wenn ich mich selbst google, dann finden sich jede Menge Pressetexte an deren Ende mein Name als Rückfragehinweis steht. Na bitte! Ich habe mich bereits verewigt. Dem Internet sei Dank.

Worum geht es also? Um unerfüllte Träume? Oder dass ich mich nicht traue?
Mir nicht zutraue, ein Buch zu schreiben? Kein Thema finde?

Oder geht es gar um Neid? Eifersucht?
Oder die Angst, nicht gut genug zu sein?

Ich denke mal darüber nach...

Sonntag, 3. August 2014

Über das KÄMPFEN & VERLIEREN

(c) APA

Gedanken anlässlich der Berichterstattung über den Tod von Barbara Prammer


Ja, auch ich bin betroffen. Barbara Prammer ist tot.
Wie so viele in diesem Land habe ich die Nachricht über die Medien erfahren, denn ich kannte Barbara Prammer nicht persönlich.

Betroffen macht mich jedoch nicht nur ihr Tod, sondern vor allem auch die Art und Weise, wie die Nachricht kommuniziert wurde und nach wie vor wird: „Kampf gegen Krebs verloren“.

Von dieser Formulierung war und wird die mediale Berichterstattung begleitet (es gibt auch Ausnahmen, zumindest was die Headlines betrifft).

Dennoch: Allgemeiner medialer Tenor: „Barbara Prammer hat den Kampf gegen den Krebs verloren“.
So wird uns die Nachricht verkündet, so erfahren wir es - und ich frage mich, was macht diese Aussage mit uns – und was sagt sie über uns aus?

Mir ist klar, dass zum Ausdruck gebracht werden soll, dass Barbara Prammer nicht resigniert hat und auf diese Weise versucht wird, ihr Respekt auszusprechen.

JA, sie hat nicht aufgegeben.

Und nun? Nun hat sie (also doch) „v-e-r-l-o-r-e-n“!?
Der Krebs gewonnen...?!

Kämpfen, verlieren – wieso und wozu werden diese Worte im Zusammenhang mit einer
(Krebs-)Erkrankung bzw. dem Tod verwendet? Verdient nur Respekt, wer den „Kampf“ aufnimmt? Sich einer Therapie unterzieht und weitermacht - so gut es eben geht?
Wer das jedoch nicht tut, hat „schon aufgegeben“. Ja und? Selbst wenn!?

Wir bzw. die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, macht nicht mal vor dem Tod halt.
Nur wer kämpft, kann auch (irgendwie) gewinnen.
Wer nicht kämpfen kann oder will, hat schon versagt.
Und wer den Kampf aufnimmt, und dennoch stirbt, hat schlußendlich dennoch verloren.

Denken wir einfach mal darüber nach...